Daimler Trucks: Rekordjahr 2018 mit Höchstwerten bei Absatz, Umsatz und Ertrag - Absatzplus für 2019 erwartet

Daimler Trucks: Rekordjahr 2018 mit Höchstwerten bei Absatz, Umsatz und Ertrag - Absatzplus für 2019 erwartet
  • Rekordergebnisse bei Absatz, Umsatz und EBIT in 2018
  • Zweistellige Wachstumsraten in NAFTA, Brasilien, Indien
  • Fixkostenoptimierung in Höhe von 1,4 Milliarden Euro wird 2019 erstmals voll ergebniswirksam
  • Daimler Trucks rechnet mit leichtem Absatzzuwachs und peilt Umsatzrendite von 7 bis 9 Prozent für 2019 an
  • Martin Daum: „2018 war das erfolgreichste Jahr in der Geschichte von Daimler Trucks. Wir haben den Rückenwind in wichtigen Märkten genutzt und bei Absatz, Umsatz und Ertrag neue Höchstwerte erzielt. Unsere Ergebnisse für 2018 belegen: Wir haben die richtigen Produkte und Services für die unterschiedlichsten Märkte und Regionen. Unsere Kunden bewegen die Welt – und unsere gemeinsame Aufgabe bei Daimler Trucks & Buses ist es auch 2019, sie dabei bestmöglich zu unterstützen.“

2018 war das bislang erfolgreichste Geschäftsjahr in der Geschichte von Daimler Trucks mit Rekordmarken bei Absatz, Umsatz und Ertrag (EBIT). Die Lkw-Sparte von Daimler steigerte den Absatz im Berichtsjahr um 10 Prozent auf 517.300 Einheiten (i. V. 470.700 Einheiten) – der höchste bislang je erreichte Lkw-Absatz bei Daimler Trucks. In wichtigen Märkten und Regionen wie NAFTA, Brasilien und Indien konnte Daimler Trucks beim Absatz zweistellige Wachstumsraten verbuchen. Der Umsatz lag mit 38,3 Mrd. Euro (i. V. 35,8 Mrd. Euro) ebenfalls deutlich über dem Vorjahreswert. Das EBIT des Geschäftsfelds erreichte im Jahr 2018 mit 2.753 Mio. Euro eine weitere Bestmarke und lag um 16 Prozent über dem Vorjahreswert von 2.383 Mio. Euro. Die Umsatzrendite betrug 7,2 Prozent (i. V. 6,7 Prozent). Die positive Ergebnisentwicklung war im Wesentlichen auf einen höheren Absatz in der NAFTA-Region sowie auf die konsequente Umsetzung von Effizienzverbesserungen zurückzuführen. Daimler Trucks hat bis Ende 2018 ergebniswirksame Verbesserungen in Höhe von 1,4 Mrd. Euro erreicht, die im Jahr 2019 voll ergebniswirksam werden.

Für das Jahr 2019 ist Daimler Trucks vorsichtig optimistisch: Die Nummer eins der Nutzfahrzeugbranche geht – ausgehend von insgesamt weiterhin weltweit günstigen Marktbedingungen - von einem leichten Absatzplus aus und strebt eine Umsatzrendite von 7 bis 9 Prozent für das laufende Geschäftsjahr an.

„2018 war das erfolgreichste Jahr in der Geschichte von Daimler Trucks. Wir haben den Rückenwind in wichtigen Märkten genutzt und bei Absatz, Umsatz und Ertrag neue Höchstwerte erzielt. Unsere Ergebnisse für 2018 belegen: Wir haben die richtigen Produkte und Services für die unterschiedlichsten Märkte und Regionen. Unsere Kunden bewegen die Welt – und unsere gemeinsame Aufgabe bei Daimler Trucks & Buses ist es auch 2019, sie dabei bestmöglich zu unterstützen“, so Martin Daum, im Vorstand der Daimler AG verantwortlich für Trucks & Buses.

2019: Global gut aufgestellt für weiteres Absatzwachstum

Daimler Trucks ist für 2019 in den wichtigsten Märkten und Regionen weltweit gut aufgestellt. In Nordamerika steht man als unangefochtener Marktführer vor der Einführung des neuen Freightliner Cascadia – des ersten Serien-Lkw mit der Fähigkeit zum teilautomatisierten Fahren in den USA. In Brasilien ist Mercedes-Benz do Brasil wieder Marktführer und profitiert von einem sich erholenden Markt. Mit der Einführung des neuen Actros im Juni 2019 unterstreicht Mercedes-Benz seine Führungsposition in Europa. Mit seiner Marke BharatBenz ist Daimler India Commercial Vehicles als einziger Hersteller aus der Triade auf dem indischen Markt erfolgreich. Seit Fertigungsbeginn im Jahr 2012 hat Daimler India Commercial Vehicles mehr als 100.000 Nutzfahrzeuge aus dem Werk in Chennai ausgeliefert. Jedes fünfte Fahrzeug ging in einen der rund 50 Exportmärkte. Mit rund 22.500 abgesetzten Einheiten gehörte Indien im vergangenen Jahr zu den fünf wichtigsten Märkten für Daimler Trucks. Daimler Trucks Asia eröffnet im März 2019 sein neues Design Center bei FUSO in Tokyo. Der FUSO Super Great erhält ab November wie seine Markenbrüder von Mercedes-Benz und Freightliner die Fähigkeit zum teilautomatisierten Fahren (Level 2). In China, dem größten Lkw-Markt der Welt, hat Daimler Trucks gemeinsam mit seinem Joint Venture Partner Foton im letzten Jahr mehr als 100.000 lokal gefertigte Auman Trucks verkauft.

Mercedes-Benz eActros startet emissionsfreien Transport vor Oberleitungs-Test

Daimler Trucks ist seit Jahren führend bei der Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen. Dabei erprobt das Unternehmen gemeinsam mit seinen Kunden Einsatzmöglichkeiten, in denen e-Mobilität wirtschaftlich sinnvoll und ohne öffentliche Infrastruktur möglich ist. Als jüngstes Beispiel startet Mercedes-Benz Lkw ab dem Frühjahr gemeinsam mit der Spedition Logistik Schmitt einen Praxistest mit einem eActros auf der B462 bei Rastatt (Baden-Württemberg). Ein Jahr vor Inbetriebnahme der Teststrecke für Oberleitungs-Lkw in der Region legt der 25-Tonner von Mercedes-Benz dabei im Dreischicht-Betrieb eine Tagesstrecke von rund 168 km emissionsfrei und leise zurück. In einem nächsten Schritt erfolgen dann Vergleichstests des eActros als Sattelzugmaschine mit höherer Tonnage und Reichweite mit dem nach erfolgtem Infrastrukturaufbau im Frühjahr 2020 beginnenden Oberleitungsprojekt eWayBW.

Stefan Buchner, Leiter Mercedes-Benz Trucks: „Es spricht alles dafür, dass wir mit dem Konzept des eActros auf dem richtigen Weg sind. Wir freuen uns, dass Logistik Schmitt den eActros nun im Murgtal einsetzt und sind gespannt auf weitere interessante Erkenntnisse aus der Betriebspraxis, auch im Hinblick auf die späteren Vergleichstests mit dem Oberleitungs-Projekt.“

Elektrische Lkw in allen drei Segmenten beim Kunden

Daimler Trucks verfügt als einziger global agierender Lkw-Hersteller über vollelektrische Trucks über alle Segmente hinweg: vom FUSO eCanter im leichten Segment über den Freightliner eM2 im mittelschweren Segment bis hin zum Mercedes-Benz eActros, Freightliner eCascadia und E-FUSO Vision One im schweren Segment. Mit dem FUSO eCanter und dem Mercedes-Benz eActros sind bereits Fahrzeuge für die Erprobung unter realen Bedingungen im Einsatz bei Kunden in den USA, in Europa und Japan. Im Dezember 2018 hat Freightliner den ersten Freightliner eM2 an die Penske Truck Leasing Ltd. in den USA übergeben.

Im Juni 2018 hat die Sparte alle e-Aktivitäten für Trucks und Buses übergreifend unter dem Dach der E-Mobility Group gebündelt. Die E-Mobility Group definiert marken- und spartenübergreifend die Strategie für sämtliche Elektrokomponenten sowie komplette Elektrofahrzeuge. Darüber hinaus erarbeitet die E-Mobility Group eine weltweit einheitliche Architektur, vergleichbar mit der erfolgreichen globalen Plattformstrategie bei konventionellen Antrieben und Aggregaten.

Automatisiertes und vernetztes Fahren in Serie

Daimler Trucks hat 2018 auch das automatisierte Fahren beim Lkw auf das nächste Level gehoben. Mit dem neuen Mercedes-Benz Actros präsentierte das Unternehmen im Rahmen der IAA Nutzfahrzeuge den ersten Serien-Lkw mit teilautomatisierten Fahrfunktionen (Level 2). Der neue Actros schafft mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer, steigert die Effizienz für den Unternehmer dank serienmäßiger MirrorCam und wertet den Arbeitsplatz des Fahrers spürbar auf. Eine weitere Weltpremiere erfolgte Anfang Januar 2019 im Rahmen der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas. Mit dem neuen Freightliner Cascadia bringt Daimler Trucks North America (DTNA) den ersten teilautomatisierten Serien-Lkw in Nordamerika auf die Straße. Auch für seine Kunden in Asien macht Daimler Trucks das teilautomatisierte Fahren ab diesem Jahr im FUSO Super Great verfügbar. Nach der Einführung des teilautomatisierten Fahrens (Level 2) konzentriert sich das Unternehmen jetzt auf die Entwicklung hochautomatisierter Lkw (Level 4). In diesem Zusammenhang hat Daimler Trucks auf der CES bekanntgegeben, in den nächsten Jahren 500 Millionen Euro (rund 570 Millionen US-Dollar) in die Entwicklung hochautomatisierter Lkw (Level 4) zu investieren und binnen eines Jahrzehnts mehr als 200 neue Arbeitsplätze zu schaffen, um hochautomatisierte Lkw zur Marktreife zu bringen.

 

Daimler Trucks Geschäftsjahr im Überblick

 

2018

2017

Umsatz

38.273

35.755

EBIT

2.753

2.383

Sachinvestitionen

1.105

1.028

Forschungs- und Entwicklungsleistungen

1.295

1.322

davon aktivierte Entwicklungskosten

40

45

in Millionen EUR

Beschäftigte (31.12.)

2018

2017

Insgesamt

82.953

79.483

Deutschland

30.447

30.424

USA

16.647

15.002

andere Länder

35.859

34.057

 

Absatz (Einheiten)

2018

2017

Gesamt

517.300

470.700

EU30*

85.400

82.300

davon:             Deutschland

32.900

31.700

                        Großbritannien

8.100

9.100

                        Frankreich

9.200

8.200

NAFTA

189.700

165.000

davon:             USA

160.600

140.200

Lateinamerika (ohne Mexiko)

38.200

30.500

davon:             Brasilien

21.400

13.400

Asien

164.700

148.600

davon:             Japan

44.000

44.800

                        Indonesien

64.200

42.700

nachrichtlich:

 

 

BFDA (Auman Trucks)

103.400

112.400

Gesamt (einschließlich BFDA)

620.700

583.100

 

*Europäische Union, Schweiz, Norwegen

Weitere Informationen und Bildmaterial zum Jahrespressegespräch von Daimler Trucks und zum Mercedes-Benz eActros finden Sie unter: d.ai/daimlertrucks2019

Bild : 2018 war das bislang erfolgreichste Geschäftsjahr in der Geschichte von Daimler Trucks mit Rekordmarken bei Absatz, Umsatz und Ertrag (EBIT)

Info : 14. Februar 2019, Daimler AG, Stuttgart


Rein batterieelektrisch angetriebener Lkw für den schweren Verteilerverkehr: Mercedes-Benz eActros startet im Murgtal: emissionsfreier und leiser Transport

Rein batterieelektrisch angetriebener Lkw für den schweren Verteilerverkehr: Mercedes-Benz eActros startet im Murgtal: emissionsfreier und leiser Transport
  • Praxistest des 25-Tonnen-eActros ab Frühjahr 2019 bei Logistik Schmitt zwischen Ötigheim und Rastatt
  • Tagesstrecke von rund 168 Kilometer im Dreischicht-Betrieb
  • Nächster Schritt: Vergleichstests des eActros als Sattelzugmaschine mit höherer Tonnage und Reichweite mit dem Oberleitungs-Projekt eWayBW
  • Bereits laufende Kundentests des eActros finden parallel dazu weiter statt – bislang insgesamt über 30.000 elektrisch gefahrene Kilometer
  • Stefan Buchner, Leiter Mercedes-Benz Trucks: „Es spricht alles dafür, dass wir mit dem Konzept des eActros auf dem richtigen Weg sind. Wir freuen uns, dass Logistik Schmitt den eActros nun einsetzt und sind gespannt auf weitere interessante Erkenntnisse aus der Betriebspraxis.“

Mercedes-Benz Trucks zeigt mit dem vollelektrischen Lkw eActros, dass der schwere Verteilerverkehr im Murgtal schon heute lokal emissionsfrei und leise möglich ist. Die offizielle Übergabe des eActros an das in der Region ansässige Unternehmen Logistik Schmitt fand heute beim Jahrespressegespräch von Daimler Trucks im Unimog-Museum in Gaggenau statt.

Ab dem Jahr 2020 soll im Rahmen des Projekts eWayBW der Warentransport auf der B462 bei Rastatt mit dem Betrieb von Oberleitungs-Lkw testweise elektrifiziert werden. Während die Vorbereitungen für den Aufbau der nötigen Infrastruktur noch laufen, ist der eActros bereits rein batterieelektrisch flexibel mobil und kommt mit einem Minimum an Infrastruktur aus; er benötigt lediglich eine Ladestation.

Logistik Schmitt setzt den eActros ab dem Frühjahr dieses Jahres anstelle eines konventionellen Diesel-Lkw für einen Praxistest beim Transport von Getriebegehäusen ein. Der eActros verkehrt dabei im anspruchsvollen Dreischicht-Betrieb zwischen dem Lager von Logistik Schmitt in Ötigheim und dem rund sieben Kilometer entfernten Werkteil Rastatt des Mercedes-Benz Werks Gaggenau. Die Tagesstrecke des 25-Tonners beträgt insgesamt rund 168 Kilometer.

Dies stellt den Auftakt eines mehrjährigen Praxistests des eActros im Murgtal und Umgebung dar. In einem nächsten Schritt werden Vergleichstests mit dem Oberleitungs-Projekt durchgeführt. Hierbei kommt eine weiterentwickelte Version des eActros in der Variante als Sattelzugmaschine mit höherer Tonnage und Reichweite zum Einsatz.

Stefan Buchner, Leiter Mercedes-Benz Trucks: „Unser eActros ist seit Juni 2018 auf öffentlichen Straßen unterwegs und hat bereits über 30.000 rein batterieelektrisch gefahrene Kilometer zurückgelegt. Seit vergangenem September sammeln wir auch gemeinsam mit Kunden Erfahrungen mit dem eActros im regulären Alltagseinsatz. Seine 200 Kilometer Reichweite hat sich bisher als absolut realistisch erwiesen. Der eActros absolviert seinen Transportauftrag völlig unabhängig von Strecke oder sonstigen Gegebenheiten. Der Aufwand für die Installation jeweils einer Ladestation pro Kunde ist dabei vergleichsweise gering. Es spricht alles dafür, dass wir mit dem Konzept des eActros auf dem richtigen Weg sind. Unser Ziel: ab dem Jahr 2021 lokal emissionsfreies und leises Fahren in Städten auch mit schweren Serien-Lkw zu realisieren – und das betriebswirtschaftlich auf Augenhöhe mit Diesel-Lkw.“

„Wir freuen uns, dass Logistik Schmitt den eActros nun einsetzt und sind gespannt auf weitere interessante Erkenntnisse aus der Betriebspraxis“, so Buchner weiter.

Erste Phase: Praxistest auf Pendelroute Ötigheim-Rastatt

Rainer Schmitt, geschäftsführender Gesellschafter von Logistik Schmitt: „Angesichts neuer Herausforderungen in der Logistik setzen wir konsequent auf Innovationen – sofern wir in ihnen Potenziale erkennen. Der Ansatz, den Mercedes-Benz Trucks mit dem eActros verfolgt, überzeugt auf ganzer Linie. Mit dem Praxistest des eActros bei uns leisten wir gerne einen Beitrag, um das Transportwesen der Zukunft noch ökologischer und nachhaltiger zu gestalten. Die Pendelroute von Ötigheim nach Rastatt ist für dieses Vorhaben ideal geeignet. Auf diese Weise können wir den eActros im harten Dreischicht-Betrieb auf Herz und Nieren testen – und dies bei kontinuierlicher Belastung. Der eActros fährt exakt dieselbe Strecke wie der konventionelle Actros mit Diesel-Aggregat, den er ersetzt. Dies bietet hierfür eine hervorragende Vergleichbarkeit.“

In der ersten Phase des eActros-Testeinsatzes integriert Logistik Schmitt ein Fahrzeug mit Wechselbrücken-Aufbau in die Firmenflotte. Der eActros transportiert insgesamt bis zu zwölf Tonnen Gewicht und fährt täglich zwölf Touren. Die Batterien des eActros werden auch während des Be- und Entladens des Fahrzeugs aufgeladen, sodass die Gesamtreichweite des eActros von bis zu 200 Kilometern optimal genutzt wird. Zunächst erfolgt das Laden über eine mobile Ladestation.

Zweite Phase: Parallelfahrt zum Oberleitungs-Lkw

Ab der zweiten Phase des eActros-Projekts im Murgtal löst eine weiterentwickelte Version des E-Lkw in der Variante als Sattelzugmaschine den 25-Tonner aus der ersten Phase ab. Logistik Schmitt wird mit der eActros-Sattelzugmaschine ebenfalls vom Lager in Ötigheim aus dann das gut 14 Kilometer entfernte Mercedes-Benz Werk Gaggenau mit Achskomponenten beliefern – hauptsächlich über die B462. Diese Strecke entspricht damit zum Großteil der des Oberleitungs-Projekts. Auch die Spezifikationen der eActros-Sattelzugmaschine werden mit denen der Oberleitungs-Lkw vergleichbar sein, unter anderem hinsichtlich einer höheren Tonnage und Reichweite. Die etwa ein Jahr andauernde Parallelfahrt von eActros und Oberleitungs-Lkw liefert die wichtigsten Daten und Erkenntnisse für den Vergleich beider Konzepte, beispielsweise zur Einsatzeignung der Fahrzeuge.

Dritte Phase: Direktvergleich mit dem Oberleitungs-Lkw

In der dritten Projektphase des eActros-Einsatzes im Murgtal, die voraussichtlich innerhalb der zweiten Phase stattfindet, fährt die Sattelzugmaschine für ca. ein bis zwei Wochen für einen Direktvergleich die exakte Oberleitungs-Strecke. Dies dient der Validierung der zweiten Phase. Beim Direktvergleich transportiert der eActros – genau wie die Lkw des Oberleitungs-Projekts – Papierrollen auf der ca. 18 Kilometer langen Strecke von den Papiermühlen in Gernsbach-Obertsrot zum Logistik-Standort der Firma Fahrner in Kuppenheim.

Konventioneller Diesel-Actros als Aufsatzpunkt für Konzeptvergleich

Als neutraler Aufsatzpunkt für den Konzeptvergleich wird ein konventioneller Diesel-Actros nach Abgasnorm Euro VI mit Messtechnik ausgestattet und auf der Oberleitungs-Strecke fahren. Auf diese Weise wird der Energieverbrauch der Elektro-Lkw – batterieelektrisch und Oberleitung – mit dem Verbrauch eines Dieseltrucks verglichen.

Aktuell kein Oberleitungs-Lkw von Daimler geplant

Daimler arbeitet als globaler Hersteller an Zukunftslösungen, die weltweit eine hohe Wahrscheinlichkeit auf Umsetzung haben. Diese sieht das Unternehmen im Augenblick bei der Oberleitung aufgrund ihrer hohen Infrastrukturkosten nicht – auch angesichts der rapiden Entwicklung der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie.

Über eWayBW

eWayBW ist ein Pilotprojekt zur Erforschung von elektrisch betriebenen Hybrid-Oberleitungs-Lkw. Auf einer Teststrecke auf der B462 zwischen Kuppenheim und Gernsbach-Obertsrot werden drei Abschnitte mit Oberleitungen elektrifiziert. Die speziell ausgerüsteten Lastwagen können über die Oberleitungen Strom beziehen. Dabei lädt auch eine Batterie, welche die Energie für die Weiterfahrt nach Beendigung des Kontakts mit der Oberleitung ermöglicht. In einer dreijährigen Pilotphase wird der Betrieb von Hybrid-Oberleitungs-Lkw untersucht. Eine wissenschaftliche Forschung begleitet das Projekt. Die Kosten für Planung, Genehmigung und Bau der Pilotstrecke belaufen sich auf 17,6 Mio. Euro (Quelle: www.ewaybw.de).

Über die bereits laufende eActros-„Innovationsflotte“

Im September 2018 ist die sogenannte „Innovationsflotte“ des eActros gestartet. Insgesamt 20 Kunden setzen dabei den eActros als seriennahen 18- oder 25-Tonner ein. Die Kunden fahren den eActros im normalen Alltagsbetrieb und testen ihn auf seine Praxistauglichkeit. Alle Testkunden transportieren Waren im Verteilerverkehr und nutzen den eActros für Aufgaben, die sonst mit konventionellen Dieselantrieben erledigt würden – aber in völlig unterschiedlichen Branchen und Kategorien und mit verschiedenen Aufbauarten. Die Testserie gliedert sich in zwei Phasen mit jeweils zehn Kunden und dauert insgesamt ca. zwei Jahre. Die Entwicklung und Erprobung der schweren Elektro-Lkw im Verteilerverkehr wird im Rahmen des Projekts „Concept ELV²“ zu verschiedenen Teilen vom Bundesumweltministerium (BMU) sowie vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

Der eActros: vollständig auf Elektroantrieb ausgerichtete Architektur

Basis des eActros ist der Rahmen des Mercedes-Benz Actros. Darüber hinaus handelt es sich beim eActros aber um eine vollständig auf Elektroantrieb ausgerichtete Architektur mit hohem Anteil spezifischer Teile. Der Antrieb erfolgt über zwei Elektromotoren nahe den Radnaben der Hinterachse. Ihre Leistung beläuft sich auf jeweils 126 kW, das maximale Drehmoment auf jeweils 485 Nm. Nach der Übersetzung werden daraus jeweils 11.000 Nm. Die Fahrleistung ist damit der eines Diesel-Lkw ebenbürtig. Die maximal zulässige Achslast liegt bei den üblichen 11,5 Tonnen. Die Energie kommt aus Lithium-Ionen-Batterien mit 240 kWh. Sie lassen sich in Abhängigkeit der verfügbaren Ladeleistung innerhalb von zwei bis elf Stunden vollständig aufladen (bei 150 bzw. 20 kW).

Daimler Nutzfahrzeuge mit umfassendem Elektro-Portfolio

Mit Elektro-Lkw sammelt Daimler bereits seit dem Jahr 2010 Erfahrungen und hat seit 2017 seinen ersten in Serie gefertigten vollelektrischen Lkw auf dem Markt und in Kundenhand: den leichten Lkw Fuso eCanter. Ende 2018 hat Daimler Trucks auch den ersten mittelschweren Lkw Freightliner eM2 an einen Kunden übergeben und damit in den USA die Praxistests für schwere und mittelschwere E-Lkw gestartet; auch der eCascadia für den schweren Verteilerverkehr geht in die Erprobung. Im Bus-Segment wurden erste Mercedes-Benz eCitaro seit Ende des vergangenen Jahres ausgeliefert und gehen bei einer sogenannten kundennahen Fahrerprobung in die Praxis. Auch die Marke Thomas Built Buses startet mit dem eC2 (als Jouley bekannt) mit einer Kleinserie, erste Fahrzeuge gehen 2019 in Kundenhand. Im Bereich Transporter ist der eVito von Mercedes-Benz Vans seit kurzem erhältlich und wurde bereits an die ersten Kunden ausgeliefert. Im zweiten Halbjahr 2019 folgt der eSprinter. Die Fahrzeuge von Daimler Trucks, Daimler Buses und Mercedes-Benz Vans decken somit den gesamten innerstädtischen Verkehr mit Elektrofahrzeugen ab.

Bild : eActros, emissionsfreier und leiser Transport

Info : 14. Februar 2019, Daimler AG, Stuttgart


Daimler übergibt ersten elektrischen Freightliner Lkw für Praxiseinsatz bei Penske Truck Leasing in den USA

Daimler übergibt ersten elektrischen Freightliner Lkw für Praxiseinsatz bei Penske Truck Leasing in den USA
  • Vollelektrischer Freightliner eM2 in Los Angeles an Penske Truck Leasing Corporation übergeben
  • Mittelschwerer Lkw (6 bis 12 Tonnen) hat Reichweite von rund 370 Kilometern und kommt im lokalen Verteilerverkehr zum Einsatz
  • Erster von insgesamt 30 e-Lkw der Innovationsflotte der Marke Freightliner
  • Daimler Trucks weltweit erster Hersteller, der elektrische Lkw in allen Gewichtsklassen gemeinsam mit Kunden in der Praxis erprobt
  • Daimler Trucks mit weiteren Technologie-News erstmals bei der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas

 

Mit der Übergabe des ersten vollelektrischen Freightliner eM2 startet Daimler Trucks auch in den USA den Praxistest für schwere und mittelschwere e-Lkw. Am 20. Dezember hat die Tochtergesellschaft Daimler Trucks North America (DTNA) in Los Angeles den ersten mittelschweren Freightliner eM2 an den US-Kunden Penske Truck Leasing Corporation übergeben. Penske Truck Leasing Corporation setzt den e-Lkw künftig im lokalen Verteilerverkehr im Nordwesten der USA und in Kalifornien ein. Im Laufe des Jahres 2019 erhält die Penske Truck Leasing Corporation insgesamt 20 vollelektrische Lkw von Freightliner, neben zehn mittelschweren eM2 auch zehn Modelle eCascadia für den schweren Verteilerverkehr. In Summe wird die Innovationsflotte 30 Fahrzeuge umfassen. Die Serienproduktion ist ab dem Jahr 2021 geplant.

„Es ist eine Ehre, dass Penske das erste Unternehmen ist, das den neuen mittelschweren elektrischen Lkw einsetzt“, sagt Brian Hard, President und CEO von Penske Truck Leasing. „Ich danke Roger Nielsen und seinem Team von Daimler Trucks North America für die hervorragende Zusammenarbeit während der vergangenen neun Monate um diese innovative Technologie auf den Markt zu bringen. Penske ist es wichtig, seinen Kunden die neuste Fahrzeugtechnologie zur Verfügung zu stellen, wenn es zu innovativer und nachhaltiger Mobilität kommt.“

„Wir wollen bei elektrischen Lkw genauso führend sein wie bei konventionellen Lkw – und diesen Anspruch lösen wir einmal mehr ein: Mit der Übergabe unseres Freightliner eM2 an die Penske Truck Leasing Corporation erproben wir nun weltweit elektrische Lkw in allen Gewichtsklassen im Transportalltag bei unseren Kunden. Die Anforderungen unserer Kunden stehen für uns bei allen Innovationen im Mittelpunkt. Gemeinsam mit ihnen entwickeln wir Lösungen für den Lkw der Zukunft“, unterstreicht Martin Daum, im Daimler-Vorstand verantwortlich für Lkw und Busse. „Schon im Januar haben wir hier weitere Neuigkeiten: Bei der Consumer Electronics Show in Las Vegas verkünden wir die nächsten Schritte bei einer anderen Schlüsseltechnologie: dem automatisierten Fahren“, so Daum weiter.

Daimler Trucks & Penske Truck Leasing Corporation elektrisieren städtischen Verteilerverkehr

Die Übergabe an die Penske Truck Leasing Corporation ist der erste Schritt, um den städtischen Verteilerverkehr in den USA zu elektrifizieren. Penske Truck Leasing Corporation ist ein weltweit führender Transport- und Logistikanbieter und steuert rund 270.000 Fahrzeuge an mehr als 1.000 Standorten in Nord- und Südamerika, Europa, Australien und Asien. Der eM2 der Marke Freightliner eignet sich mit einer Reichweite von rund 370 Kilometern perfekt für die sogenannte „letzte Meile“. Innerhalb von 60 Minuten lassen sich die Batterien auf rund 80 Prozent aufladen, dabei stellen sie 325 kWh für bis zu 480 PS bereit. Der Freightliner eCascadia basiert auf dem Cascadia, dem erfolgreichsten Lkw für schwere Langstrecken-Transporte (Class 8, > 15 t zGG) im nordamerikanischen Markt. Das Fahrzeug wird beim Start der Serienproduktion über 730 PS verfügen. Die Batterien liefern mit 550 kWh genug Energie für eine Reichweite bis zu 400 km (250 Meilen) und lassen sich innerhalb von 90 Minuten auf rund 80 Prozent aufladen – um weitere 320 km (200 Meilen) zurückzulegen.

Gesa Reimelt, Leiterin E-Mobility Group Daimler Trucks & Buses: „Daimler hat früh begonnen, an der Elektrifizierung seiner Lkw zu arbeiten. Heute sind Kunden in den USA, Japan und Europa bereits lokal emissionsfrei und leise mit unseren batterieelektrisch angetriebenen Lkw unterwegs: mit unserem in Serie gefertigten leichten Lkw FUSO eCanter und unserem seriennahen schweren Lkw Mercedes-Benz eActros. Gemeinsam mit unseren Kunden wollen wir nun auch die elektrifizierten Freightliner-Modelle eCascadia und eM2 zügig so weiterentwickeln, dass sie sich optimal für den harten Betriebsalltag eignen – technisch und wirtschaftlich. Wir profitieren dabei vom globalen Wissens- und Erfahrungsaustausch innerhalb unserer E-Mobility Group. Sie bündelt alle E-Aktivitäten von Daimler Trucks unter einem Dach in einer Organisation– unabhängig von Marke, Fahrzeugsegment und Region.“

CES 2019: Daimler Trucks über Trends, Innovationen und automatisiertes Fahren

Am 7. Januar 2019, einen Tag bevor sich die Türen der Consumer Electronics Show offiziell öffnen, lädt Daimler Trucks erstmals zur Pressekonferenz ein. Verkündet werden die jüngsten Unternehmens- und Technologieentwicklungen und der nächste Schritt beim automatisierten Fahren. Im Anschluss an die Keynote von Martin Daum und Roger Nielsen erhalten Medienvertreter darüber hinaus die Gelegenheit, die neuesten Produkte aus dem nordamerikanischen Truck- und Bus-Portfolio auf dem Las Vegas Motor Speedway zu erleben.

Bild : erster elektrischer Freightliner Lkw für Praxiseinsatz bei Penske Truck Leasing in den USA

Info : 21. Dezember 2018, Daimler AG, Stuttgart


MAN-Werk in Starachowice macht sich bereit für die Produktion von eBussen

MAN-Werk in Starachowice macht sich bereit für die Produktion von eBussen

In dem MAN Stadtbus-Werk gehen die Vorbereitungen auf die Fertigung reinelektrischer Fahrzeuge in die nächste Runde. Insgesamt werden etwa 27,4 Millionen Euro in den Standort investiert.

  • Stadtbusproduktion in Starachowice bekommt die Genehmigung zum Bau kompletter Elektrobusse
  • Anlauf der Serienproduktion des MAN Lion’s City E in 2020
  • Abschluss der Arbeiten bis Ende 2021 geplant

Die nächste Phase der Modernisierung der Betriebsstätte und Vorbereitung des Werkes auf Elektromobilität hat im polnischen MAN Bus-Werk in Starachowice bereits begonnen. Im August 2018 bekam das Unternehmen MAN Bus Sp. z o.o. Starachowice die Genehmigung zur Ausweitung der Tätigkeit in der Sonderwirtschaftszone „Starachowice” im Bereich der Herstellung kompletter Elektrobusse. Die Investitionskosten im Zusammenhang mit der Aufnahme der Fertigung von elektrisch angetriebenen Bussen werden auf annähernd 118 Mio. Polnische Złoty (etwa 27,4 Mio. Euro) geschätzt. Der Abschluss der Arbeiten ist für Ende 2021 geplant.

Es handelt sich dabei um einen weitere wichtige Entwicklungsphase des Montagewerks, das MAN als Kompetenzzentrum für die Produktion von Niederflur-Stadtbussen dient. Allein im vergangenen Jahr liefen hier 1.724 Busse vom Band. Der Ausbau des Werkes Starachowice bildet die Voraussetzung dafür, dass MAN bald auch emissionsfreie Fahrzeuge in gewohnt hoher Qualität anbieten können wird. Vor der für das Jahr 2020 geplanten Aufnahme der Serienproduktion stehen eine sorgfältige Vorbereitung auf dieses Projekt, die Erarbeitung eines Sicherheitskonzepts sowie die Optimierung der Elektrofahrzeuge hinsichtlich ihrer Effizienz und Ergonomie.

Bild : Auf der IAA Nutzfahrzeuge 2018 feierte der vollelektrische Stadtbus MAN Lion’s City E seine Premiere. Die Serienproduktion wird im Jahr 2020 im MAN-Werk Starachowice anlaufen.

Info : 16. Oktober 2018, MAN Truck & Bus Schweiz AG, Otelfingen


RENAULT TRUCKS PRÄSENTIERT DIE ZWEITE GENERATION VON ELEKTRO-LKW: EINE GESAMTE Z.E. BAUREIHE VON 3,5 BIS 26 T

RENAULT TRUCKS PRÄSENTIERT DIE ZWEITE GENERATION VON ELEKTRO-LKW: EINE GESAMTE Z.E. BAUREIHE VON 3,5 BIS 26 T

Nach einer zehnjährigen Testphase in Kooperation mit Kunden und unter realen Einsatzbedingungen stellt Renault Trucks die Elektro-Fahrzeuge der zweiten Generation vor: den Renault Master Z.E., den Renault Trucks D Z.E. und den Renault Trucks D Wide Z.E., eine komplette Verteilerverkehr-Baureihe von 3,5 bis 26 t für den innerstädtischen Einsatz. Die Fahrzeuge Renault Trucks D und Renault Trucks D Wide Z.E. werden im Produktionswerk von Blainville-sur-Orne hergestellt und kommen 2019 auf den Markt. Der Renault Master Z.E. wird bereits 2018 verfügbar sein.

Als Pionier in der Elektromobilität begleitet Renault Trucks die urbane Entwicklung und bringt seine zweite Generation von elektronisch betriebenen Lkw auf den Markt. Die Baureihe Renault Trucks Z.E. bestehend aus Renault Master Z.E., Renault Trucks D Z.E. und Renault Trucks D Wide Z.E. wird in den

Versionen 3,5 bis 26 t erhältlich sein und eignet sich für alle Einsätze im Stadtverkehr. Dies beinhaltet sowohl Warenlieferung und -verteilung als auch Entsorgungstransporte.

Seit zehn Jahren bereitet Renault Trucks den Wandel zur Elektromobilität vor

Für Renault Trucks hat sich die Elektromobilität sehr früh als Lösung für die innerstädtische Probleme in den Bereichen Luftqualität und Lärmbelästigung sowie bei der Reduzierung globaler CO2-Emissionen herausgestellt. Seit über zehn Jahren testet Renault Trucks Elektro-Lkw gemeinsam mit Kunden und konnte so grundlegende Informationen über Nutzung, Batterie- und Ladeverhalten sowie Wartung von Elektro-Lkw gewinnen.

Diese Tests unter realen Betriebsbedingungen ermöglichten den Kunden, ihren eigenen Auftraggebern das Verständnis der Elektro-Technologie näherzubringen. Renault Trucks kann zudem auf umfassendes Know-how aus dem mehrjährigen Betrieb eines elektrobetriebenen Renault Maxity Electric zurückgreifen.

Vor zehn Jahren waren wir die Ersten, mit dem Ziel, den Weg für den Elektro-Lkw zu ebnen, um die Luftqualität in den Innenstädten zu verbessern“, erklärt Bruno Blin, Präsident von Renault Trucks. „Heute verfügen wir über eine leistungsstarke Baureihe von Elektrofahrzeugen. Experten unseres Servicenetzes begleiten unsere Kunden bei ihrem Wechsel zur Elektromobilität. Vor zehn Jahren haben wir die Tests gestartet, heute sind wir startbereit.“

Emissionsfreie Lkw ohne Zugangsbeschränkung in urbanen Zonen

Die neuesten technologischen Fortschritte haben gezeigt, dass Elektro-Lkw eine wirtschaftlich rentable Alternative für Transportunternehmen sind. Darum beginnt Renault Trucks nun mit der Markteinführung einer vollständigen Z.E.-Baureihe.

Unabhängig von den Beschränkungen in urbanen Zonen werden die Renault Trucks Fahrzeuge der Baureihe Z.E. ihre Aufträge rund um die Uhr ausführen können. Sie sind durch das Nicht-Ausstossen lokaler Schadstoffe oder CO2-Emissionen die ideale Lösung zur Verbesserung der Luftqualität. Darüber hinaus können Elektro-Lkw das hohe Verkehrsaufkommen zu Stosszeiten verhindern, da sie geräuscharme und damit zeitversetzte Lieferungen ermöglichen.

Wichtige Akteure im Güterverkehr sprechen sich zugunsten der Elektromobilität aus, wie z. B. XPO Logistics: „XPO wollte immer ein Beispiel für die Notwendigkeit und den Einsatz alternativer Antriebslösungen in der Transportindustrie sein“ erklärt Luis Gomez, Geschäftsführer der Sparte Transport bei XPO Logistics Europe. „Wir begrüssen, dass Renault Trucks in die Entwicklung von Elektrofahrzeugen investiert hat, die zur Nullemission tendieren. Renault Trucks gestaltet so die Zukunft des Transports in einem sich schnell wandelnden Umfeld.“

Auch Suez sieht der Einführung der Baureihe Z.E. von Renault Trucks mit besonderer Aufmerksamkeit entgegen: „Wir sind sehr froh, eine neue wettbewerbsfähige Transportlösung zu testen und engagieren uns an der Seite von Renault Trucks“, erklärt Edouard Hénault, Generaldirektor für Kommunaldienstleistungen bei Suez. „Mit diesen neuen Elektro-Lkw kann Suez seine Kunden bei der Reduzierung ihrer CO2-Emissionen durch ein Angebot von noch umweltfreundlicherer geräuscharmer Müllabfuhr ohne lokale Schadstoffemissionen unterstützen.

Renault Master Z.E., bereits ab September 2018 erhältlich

Der ab September 2018 erhältliche Renault Master Z.E. eignet sich besonders für Lieferungen im Bereich der letzten Meile. Das Fahrzeug kann alle urbanen Zonen befahren, selbst die mit Zugangsbeschränkungen. Die komplette Ladezeit der Batterie dieses vollelektrischen Lkw beträgt sechs Stunden.

Das Ladevolumen des Renault Master Z.E. ist äquivalent zu seinem Diesel-Pendant. Den Renault Master Z.E. gibt es in insgesamt sechs Ausführungen (vier Kastenwagen- und zwei Plattformfahrgestellmodelle) und er erfüllt alle Ansprüche, die Transportunternehmen im innerstädtischen Bereich fordern. So gibt es für die Sicherheit des Fahrers, seiner Ladung und der Stadtbewohner den Renault Master Z.E. serienmässig mit Rückfahrkamera, Einparkhilfe sowie Totem-Winkel-Spiegel.

Renault Trucks D und Renault Trucks D Wide Z.E. für den Verteilerverkehr und die Entsorgung

Ab 2019 wird der Renault Trucks D Z.E. für den innerstädtischen und speziell für den temperaturgeführten Transport in einer 16-Tonnen-Ausführung erhältlich sein. Den Renault Trucks D Wide Z.E. wird es für den Bereich Entsorgung in einer 26-Tonnen-Version geben. Diese beiden Modelle werden ab dem zweiten Halbjahr 2019 im Renault Trucks Werk in Blainville-sur-Orne in der Normandie gefertigt.

Die Reichweite der Lkw mittlerer Tonnage der Baureihe Z.E. kann je nach Nutzung und Batteriekonfiguration bis zu 300 km betragen. Die Batterien sind die teuerste Komponente beim Kauf eines elektrisch betriebenen Lkw. Um die Nutzlast und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit beizubehalten, bietet Renault Trucks Fahrzeugvarianten für die unterschiedlichsten Einsatzarten an.

Mit Gleichstrom können die Lithium-Ionen-Akkus des Renault Trucks D Z.E. und des Renault Trucks D Wide Z.E. vollständig in ein bis zwei Stunden über einen 150 kW-Combo-Stecker aufgeladen werden. Eine Nachtladung mit Wechselstrom dauert bei einem 300 kWh-Akku ungefähr 12 Stunden. Hierfür reicht eine Starkstromsteckdose (380V, 32 A).

Zur Anpassung an alle Branchenlösungen und für jeden Einsatzzweck sind die Renault Trucks D Z.E. und Renault Trucks D Wide Z.E. mit einem Motornebenantrieb mit standardisierter mechanischer Schnittstelle ausgestattet.

TECHNISCHE EIGENSCHAFTEN

RENAULT MASTER Z.E.

  • § zGG: 3,1 t
  • § 57 kW-Elektromotor
  • § Maximales Drehmoment: 225 Nm
  • § Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
  • § Energiespeicher: Lithium-Ionen-Akkus 33 kWh
  • § Reichweite NEFZ: 200 km
  • § Reale Reichweite: bis zu 120 km

RENAULT TRUCKS D Z.E.

  • § zGG: 16 t
    Technisches Gesamtgewicht 16,7 t
  • § Verfügbare Radstände: 4.400 mm und 5.300 mm
  • § 185 kW-Elektromotor (konstante Leistung 130 kW)
  • § Drehmoment des Elektromotors: 425 Nm.
  • § Maximales Achsdrehmoment: 16 kNm
  • § 2-Gang-Getriebe
  • § Energiespeicher: Lithium-Ionen-Akkus von 200 bis 300 kWh
  • § Reale Reichweite: bis zu 300 km

RENAULT TRUCKS D WIDE Z.E.

  • § zGG 26 t.

Technisches Gesamtgewicht 27 t.

  • § Verfügbarer Radstand: 3.900 mm
  • § Zwei Elektromotoren einer Gesamtleistung von 370 kW (konstante Leistung 260 kW)
  • § Maximales Drehmoment der Elektromotoren: 850 Nm
  • § Maximales Achsdrehmoment: 28 kNm
  • § 2-Gang-Getriebe
  • § Energiespeicher: Lithium-Ionen-Akkus, 200 kWh
  • § Reale Reichweite: bis zu 200 km

Bild : Renault Trucks stellt nach einer zehnjährigen Testphase die Baureihe Renault Trucks Z.E. mit Elektro-Fahrzeugen von 3,5 bis 26 t für Nutzungen im Stadtverkehr vor

Info : 30. August 2018, RENAULT TRUCKS (Schweiz) AG, Dietikon

Vergleichsfahrten mit Elektro-, Hybrid- und Erdgasautos im Verkehrshaus

Vergleichsfahrten mit Elektro-, Hybrid- und Erdgasautos im Verkehrshaus

Vom 20. - 23. Juni 2013 zeigen die Autogaragen aus der Region Luzern eine Sonderschau "Ecocar-Expo" mit Elektro-, Hybrid- und Erdgasfahrzeugen. Besondere Attraktion: Unverbindliche Probefahrten mit direkten Vergleichsmöglichkeiten.

Benzin- und Dieselfahrzeuge sind zwar in den letzten Jahren markant sparsamer geworden. Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass diese fossilen Treibstoffe nicht erneuerbar sind, d.h. irgendwann müssen sie ersetzt werden. Es gibt gute Gründe, nicht zuzuwarten, bis der letzte Tropfen "verfahren" ist, gibt es doch andere Anwendungsgebiete wie beispielsweise der Flugverkehr oder die Kunststoffherstellung, bei denen die Aussichten auf einen Ersatz noch schlechter sind als für Strassenfahrzeuge.

Seit einigen Jahren bieten die grossen Autohersteller Alternativen auf den Markt an. Zwei Ansätze stehen im Vordergrund: Neue Treibstoffe wie Erdgas/Biogas und der Elektromotor als teilweiser oder vollständiger Ersatz des Verbrennungsmotors.

Alternativen zu Benzin und Diesel

Biogas kann dem Erdgas beigemischt werden, welches anstelle von Benzin einen Benzinmotor antreibt. Biogas hat das CO2, welches beim Verbrennen freigesetzt wird, in der Wachstumsphase der Umgebung entzogen und gilt deshalb als CO2-neutral. Nachhaltige Biotreibstoffe (also nur Stoffe, welche nicht als Nahrungs- oder Futtermittel verwendet werden) könnten rund 10 % des heutigen globalen Treibstoffverbrauchs ersetzen - nicht genügend, um das Problem vollständig zu lösen, aber doch ein nicht zu vernachlässigender Beitrag.

Der Elektromotor hat dank des hohen Wirkungsgrades einen deutlich geringeren Energieverbrauch als die heutigen, bereits weitgehend optimierten Benzin- und Dieselautos. Dem steht das vergleichsweise hohe Gewicht und die begrenzte Speicherkapazität der Batterien gegenüber, was die Reichweite mit einer Batterieladung auf wenige hundert Kilometer beschränkt. Zudem dauert das Laden der Batterien mehrere Stunden.

Hybridisierungsstufen

Neben den reinen Elektroautos haben sich in den letzten Jahren Hybridautos auf dem Markt etabliert. Sie haben einen Verbrennungs- und einen Elektromotor. Letzterer dient vor allem zur Rückgewinnung der Bremsenergie und zum Ausgleich der Leistungsspitzen. Dadurch sinken Treibstoffverbrauch und CO2-Emissionen um je bis zu 30%, die Freisetzung von Luftschadstoffen nimmt sogar noch stärker ab.
Plug-in-Hybridfahrzeuge sind Hybridautos mit grösseren Batterien, die auch an der Steckdose geladen werden können. Damit können sie für kürzere Strecken als Elektrofahrzeug eingesetzt werden.

Elektroautos mit Range Extender haben einen herkömmlichen Verbrennungsmotor, der in der Fahrt als Generator dient und entweder direkt den Elektromotor mit Strom versorgt oder die Batterien lädt. Dadurch, dass für die längeren Fahrten ein Verbrennungsmotor zu Hilfe genommen wird, kann die Batteriegrösse kleiner gewählt werden, was sich positiv auf die Fahrzeugkosten auswirkt. Gleichzeitig kann die Reichweite mit einer „Tankfüllung“ auf mehrere hundert Kilometer vergrössert werden.

E-Bikes und E-Scooters

Vor zehn Jahren noch beinahe unbekannt, sind E-Bikes heute aus unserem Strassenbild nicht mehr wegzudenken. Die Fahrzeuge unterscheiden sich nicht nur optisch, auch technisch gibt es grosse Unterschiede, welche das Fahrgefühl entscheidend beeinflussen.

Insbesondere das Segment der so genannt schnellen E-Bikes (mit einer Motorunterstützung bis zu 45 km/h) wächst zurzeit rasant. Nahtlos anschliessend wird für die nächsten Jahre eine Entwicklung bei den E-Mofas, E-Scooters und sogar Elektro-Motorräder erwartet.

Gratis Probefahren und sich informieren

An der Ecocar-Expo im Verkehrshaus informieren e'mobile, der Schweizerische Verband für elektrische und effiziente Strassenfahrzeuge, und NewRide, das Schweizer Förderprogramm für Elektro-Zweiräder, zusammen mit den Fahrzeuganbietern der Region über all die vielfältigen Fragen wie Schnellladung, Umweltbelastung durch die Herstellung und Entsorgung der Batterien, Gesamtkosten, sinnvolle Einsatzgebiete.

Die Ausstellung wird unterstützt von der Energiestadt Luzern, dem Amt für Umwelt und Energie des Kantons Luzern, den CKW und EnergieSchweiz.

Interessierte können die ausgestellten Fahrzeuge unter kompetenter Instruktion kostenlos Probe fahren.

Führerausweis nicht vergessen! Öffnungszeiten: täglich von 10 - 18 Uhr.

Liste der ausgestellten Fahrzeuge und weitere Details: www.e-mobile.ch

Direktor des Verkehrshauses "elektrifiziert"

Martin Bütikofer, als Direktor des Verkehrshauses Gastgeber der Ecocar-Expo, wollte es wissen. Er setzte einen smart electric drive während 5 Tagen im Alltag ein, fuhr in der Stadt und über Berge, über Land und auf der Autobahn. Nach fünf Tagen und 300 km war er überrascht: "Zuerst einmal war fast keine Instruktion nötig, die Bedienungselemente sind dort angeordnet, wo man sie erwartet. Die Fahrdynamik hat mich begeistert. Der 55-kW Elektromotor zeigt sein volles Drehmoment beim Beschleunigen des Fahrzeuges und dies selbst in grösseren Steigungen. Neu war für mich das Gefühl der limitierten Reichweite (Anzeige Restkilometer bzw. % der Batterieladung). In Wirklichkeit hatte ich aber nie ein Problem damit. Der Ladevorgang ist dank den einfach zu bedienenden Steckverbindungen kein Problem (und dies ohne Benzin oder Diesel an den Händen). Die Ladedauer ist an einer 240V Steckdose hingegen relativ lang. So war die Batterie z.B. nach einer kurzen Nacht (24.00 - 07.00 Uhr) von ca. 15% erst zu 85% geladen."

20 m2 Sonne für ein Elektroauto

Wie viel Fläche Photovoltaik benötige ich, um mein Elektroauto solar zu betreiben? Diese Frage hängt natürliche von diversen Faktoren ab, z. B. von der Sonnenscheindauer oder von der Einsatzintensität des Fahrzeuges. Als Faustregel für einen Jahresdurchschnitt lässt sich folgendes sagen: 1 m2 Photovoltaik ergibt pro Jahr eine Energiemenge von ca. 100 kWh. Ein modernes Elektroauto hat einen Durchschnittsverbrauch von rund 20 kWh/100 km. D.h., eine Photovoltaik-Anlage von 20 m2 Fläche produziert pro Jahr Strom für ca. 10‘000 km im Elektroauto.

Bild : Bereits zum vierten Mal findet im Verkehrshaus eine Ecocar-Expo statt. Martin Bütikofer, Direktor des Verkehrshauses, ist von der Elektromobilität überzeugt.

Info : 14. Juni 2013, e'mobile, Bern


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